Vorschau

Montag, 6. Dezember, 19:30 Uhr

Mrs. Taylor’s Singing Club

Inspiriert von der wahren Geschichte einiger Ehefrauen britischer Soldaten, die auf einer Militärbasis in England einen Pop-Chor gründeten, beschwört Regisseur Peter Cattaneo („Ganz oder gar nicht“) die heilende Kraft der Musik.

Kate Taylor (Kristin Scott Thomas) ist eine scheinbar perfekte britische Offiziersgattin. Die Ungewissheit, die sie während des Auslandseinsatzes ihres Mannes empfindet, überspielt sie in der Öffentlichkeit mit einem strahlenden Lächeln. Eine Freizeitgruppe soll sie und die anderen Ehefrauen der Militärbasis auf andere Gedanken bringen, doch Teetrinken und Stricken sind so gar nicht nach Kates Geschmack. Warum nicht lieber einen Chor gründen? Die rebellische Lisa (Sharon Horgan), bisher tonangebend in der Gruppe, kann mit Kates Art und den amateurhaften Gesangsversuchen nicht viel anfangen. Mit der Zeit lässt sich aber auch Lisa von der Lebensfreude der Frauen anstecken – und so rauft sich das ungleiche Frauenduo zusammen und leitet den Chor gemeinsam. Und schon bald hat die bunte Truppe eine erste Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Der echte Chor wurde ein unerwarteter Medienhit. Er eroberte die britischen Charts und führte zu fast 50 weiteren Chören von „Military Wives“, so der Originaltitel, in ganz Großbritannien.

Komödie| GB 2019 | 112 Min. | FSK 6


Mittwoch, 15. Dezember, 19:30 Uhr

Kinomann

Dokumentation über den dienstältesten mobilen Filmvorführer Deutschlands.

Helmut Göldner (75) lebt im kleinen Örtchen Sieglitz, irgendwo in Sachsen-Anhalt. Als er mit 15 das erste Mal „Kino macht“ ist es um ihn geschehen. Filmrollen, Projektoren und Landstraßenkilometer bestimmen fortan sein bewegtes Leben. Fast täglich fährt er mit einer transportablen 35-mm-Maschine durch die mitteldeutsche Provinz, um dort Filme zu zeigen, wo es schon lange keine Kinos mehr gibt. Von seinen Mitmenschen erhielt er den Spitznamen „Kinomann“ und lässt nichts darauf kommen, etwa in Schulen, Krankenhäusern, Seniorenheimen oder auf Marktplätzen und Gasthäusern bedeutende Filme der Vergangenheit und Gegenwart zu zeigen. Die Dokumentation begleitet den dienstältesten mobilen Filmvorführer Deutschlands in seinem 60. Jubiläumsjahr. Er weiß viel über die Mentalität, die Sorgen und Nöte seiner Besucher zu berichten, die oft lange überlegen müssen, ob sie sich eine Kinokarte leisten können.

Die Geschichte von Helmut Göldner ist eine Hymne ans Kino und damit an das Leben, das ohne das Kino kaum lebenswert ist. Und so wird die Dokumentation selbst zum großen Kino. “Jeder Mensch, der ein Herz fürs Kino hat, wird diesen Film lieben!” schreibt die Presse.

Doku | Deutschland 2020 | 90 Min. | FSK 0