Vorschau

Montag, 1. Juni, 19.30 Uhr
Ein Kuchen für den Präsidenten

Der Irak in der 90er-Jahren. Während Diktator Saddam Hussein trotz Not und Mangel seinen Geburtstag landesweit feiern lässt, zieht die 9-jährige Lamia in ihrer Schule ein gefürchtetes Los: Sie muss den Kuchen für die örtlichen Feierlichkeiten backen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe, denn im Land sind alle Lebensmittel knapp. Eier, Zucker und Mehl sind es erst recht. Doch sie muss es schaffen, sonst drohen ihrer Familie harte Strafen.

Mit nur zwei Tagen Zeit, der Unterstützung ihres Klassenkameraden Saeed und begleitet von ihrem Hahn Hindi bricht sie auf, um in der nächsten Stadt die Zutaten aufzutreiben. Es ist eine abenteuerliche Suche durch eine Welt voller Ungewissheit und Entbehrung, aber auch kleiner Wunder, in der Lamia immer wieder Momente von Humor, Freundschaft und Hoffnung erlebt.

Einen Kuchen für den Präsidenten backen, während das Land hungert? Aus dieser einfachen Prämisse entwickelt Autor und Regisseur Hasan Hadi einen bewegenden und bittersüßen Abenteuerfilm, in dem kindliche Unschuld auf die harsche Wirklichkeit eines unterdrückten Landes trifft. Und in dem die Menschlichkeit immer wieder kleine, aber entscheidende Siege erringt.

Seine Weltpremiere feierte Hasan Hadis Spielfilmdebüt im Mai 2025 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, wo er mit dem Publikumspreis der Nebenreihe „Quinzaine des cinéastes“ und der Caméra d’Or für den besten Debütfilm ausgezeichnet wurde. „Ein Kuchen für den Präsidenten“ wurde vom Irak für die Oscars® 2026 in der Kategorie „Bester internationaler Film“ eingereicht.

Im Anschluss an die Vorführung lädt der FilmClub Heide zum Weintreff ins Kinofoyer.

Drama | Irak, USA, Katar 2025 | 102 Minuten | FSK 6

_______________________________________________________________________________________________________________

Mittwoch, 17. Juni, 19.30 Uhr
Solidarity

Solidarität zählt zu den wichtigsten Prinzipien menschlicher Gemeinschaften, birgt jedoch auch tiefgreifende Widersprüche. Sie kann als universeller Anspruch verstanden werden, sich um alles Lebendige zu kümmern, doch ebenso kann sie zur Grundlage von Ausgrenzung oder gar Gewalt werden. Der Dokumentarfilm „Solidarity“ von David Bernet blickt Fachleuten im Bereich der Solidarität über die Schultern. Sie sind keine Ersthelfer, sondern Menschen, die in verschiedenen Bereichen des globalen humanitären Systems arbeiten. Von regionalen Graswurzelstrukturen bis zu den höchsten Ebenen der Vereinten Nationen: Eine Menschenrechtsaktivistin und eine Migrationsberaterin in Polen, Vertreter*innen des UNHCR in Genf sowie ein Philosoph in Beirut gewähren Einblicke in die unterschiedlichen Facetten der Solidarität.

Der Film läuft anlässlich des Weltflüchtlingstags (20. Juni).

Dokumentarfilm | Deutschland 2025 | 90 Minuten | FSK 12