Vorschau
Montag, 1. Dezember, 19.30 Uhr
Perfect Days
Drama über den Alltag eines Toilettenputzers in Tokio. Ein wunderbarer Film über die einfachen Dinge im Leben von Wim Wenders.
Von „Paris, Texas“ bis „Perfect Days“: Wim Wenders hat ein zeitloses Werk geschaffen – nicht nur, weil er stets die Schönheit suchte, sondern auch das Politische scheute. Im August diesen Jahres ist der deutsche Filmemacher 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt der FilmClub Heide am 1. Dezember das jüngste Werk des Regisseurs „Perfect Days“ über den Alltag eines japanischen Toilettenputzers.
Hirayama (Koji Yakusho) reinigt öffentliche Toiletten in Tokio. Er scheint mit seinem einfachen, zurückgezogenen Leben vollauf zufrieden zu sein und widmet sich abseits seines äußerst strukturierten Alltags seiner Leidenschaft für Musik, die er von Audiokassetten hört, und für Literatur, die er allabendlich in gebrauchten Taschenbüchern liest. Durch eine Reihe unerwarteter Begegnungen kommt nach und nach eine Vergangenheit ans Licht, die er längst hinter sich gelassen hat…
Der Film ist eine tief berührende, poetische Betrachtung über die Schönheit der alltäglichen Welt und die Einzigartigkeit eines jeden Menschen – Wenders großartigster Spielfilm seit 30 Jahren! Ansteckend zenartig. — Silberne Palme für Besten Darsteller, Cannes 2023!
Im Anschluss an die Vorführung lädt der FilmClub Heide zum Weintreff ins Kinofoyer.
Drama – Japan/Deutschland 2023 – 125 Min. – FSK 0
________________________________________________________________________________________________________________
Mittwoch, 17. Dezember, 19.30 Uhr
Bolero
Alle 15 Minuten ist irgendwo auf der Welt der „Bolero“ zu hören. Mit seinem gleichbleibenden, geradezu hypnotischen Rhythmus zählt das Werk zu den meistgespielten Orchesterstücken der Musikgeschichte. Doch wer war der Mann, der dieses zeitlose Meisterwerk erschaffen hat und was ist die Geschichte hinter der eingängigen Melodie, die bis heute Menschen auf der ganzen Welt fasziniert?
Der Film BOLERO erzählt von der Entstehung des gleichnamigen Ballett- und Orchesterstücks und wirft einen Blick auf das Leben und Schaffen seines Schöpfers: der französische Komponist Maurice Ravel, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag gefeiert hätte.
Paris 1928: Der Komponist Maurice Ravel erhält von der exzentrischen Tänzerin Ida Rubinstein den Auftrag, die Musik für ihr nächstes Ballett zu komponieren. Sie wünscht sich etwas Sinnliches und Betörendes. Ravel sieht sich zunächst nicht in der Lage, etwas zu Papier zu bringen. Er sucht Inspiration in seinem Alltag und taucht tief in sein Innerstes ein, setzt sich mit den Misserfolgen seiner frühen Jahre, dem Bruch durch den Ersten Weltkrieg und der unmöglichen Liebe zu seiner Muse Misia Sert auseinander. Eine scheinbar zufällige Idee wird die Grundlage für seinen größten Erfolg, ein faszinierendes und einzigartiges Werk, das dem Komponisten zu Weltruhm verhelfen wird: der Bolero.
Biopic | Frankreich/Belgien 2024 | 121 Minuten | FSK 6