Vorschau

Montag, 5. Februar 2024, 19:30 Uhr

Dem Leben auf der Spur

Nach dem Krebstod seiner Frau holt ein Vater seinen Sohn aus dem Knast ab – für einen gemeinsamen Roadtrip nach Irland.

Frank Fogle (John Hawkes), ein sanftmütiger, etwas unbeholfener Mann, sieht sich nach dem Tod seiner geliebten Frau Anna nach langer Zeit mit seinem entfremdeten Sohn Sean (Logan Lerman) konfrontiert. Denn kurz vor Annas Tod hat sie Frank das Versprechen abgenommen, gemeinsam mit Sean von Alabama nach Nordirland zu reisen, um ihre Asche an einem abgelegenen, idyllischen See zu verstreuen. Sean, der gerade seine Haftstrafe wegen Autodiebstahls und anderer Kleinkriminalitäten abgesessen hat, ist zunächst alles andere als begeistert davon, sich auf diese Reise einzulassen. Einzig das Versprechen seines Vaters, ihn nach der Reise nie wieder sehen zu müssen, kann ihn dazu bewegen, Frank zu begleiten. Im weit entfernten Irland angekommen, lernt Sean die aufgeweckte Jewel (Sarah Bolger) kennen, die sich den beiden kurzerhand anschließt und die ohnehin schwierige Beziehung zwischen Vater und Sohn auf eine weitere Probe stellt. Doch mit jedem weiteren Kilometer, den sie in ihrem Mietwagen zurücklegen, reift bei Frank und Sean auch die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, die Wunden der Vergangenheit zu heilen.

Der isländische Regisseur Elfar Adalsteins erzählt in seinem Spielfilmdebüt DEM LEBEN AUF DER SPUR vor der beeindruckenden Kulisse Irlands einfühlsam und authentisch von einem ungewöhnlichen Vater-Sohn-Roadtrip, den Schatten der Vergangenheit und der Hoffnung auf Neuanfang. 

Im Anschluss an den Film gibt es einen Weintreff im Eine-Welt-Laden Heide.

Drama/Roadmovie – Deutschland/ USA/ Irland 2020 – 101 Min. – FSK 12

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Mittwoch, 21. Februar, 19.30 Uhr

Vom Gießen des Zitronenbaums

Regisseur Elia Suleiman erzählt von den komisch-melancholischen Absurditäten seiner Existenz als exilierter Palästinenser.

Als die Nachbarn sich mal wieder an seinem Zitronenbaum bedient haben, ist für den Künstler Elia das Fass voll: Kurzerhand verlässt er seine Heimat Nazareth und macht sich in der großen weiten Welt auf die Suche nach einem neuen Zuhause. Er besucht genau die Länder, in denen Frauen nichts zu befürchten haben, die Kunst frei ist und es öffentliche Parks gibt, sodass niemand auf die Idee kommt, Zitronen zu stehlen. So bekommt er es in Paris und New York mit aggressiven Parkbesuchern, Touristen, die ferngesteuert sind, Polizisten auf Rollern und bewaffneten Spaziergängern zu tun. Wo er sich über die Absurditäten anfangs noch wundert, wird ihm das alles irgendwann doch zu befremdlich. So stellt er bald fest, dass nicht nur im heimischen Nazareth das Leben immer seltsamer wird, auch anderswo verändert sich die Welt und wird skurriler. Egal, wohin er auf der Welt kommt, irgendetwas erinnert ihn immer an Palästina – sei es die Polizei, die Grenzkontrollen oder grassierender Rassismus.

Der Film läuft im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Weltgebetstag der Frauen in Kooperation mit dem Evangelischen Frauenwerk des Kirchenkreises Dithmarschen.

Komödie – Frankreich/Deutschland/Kanada/Palästinensische Autonomiegebiete 2019 – 97 Min. – FSK 0